Fokusstudien

Die Fokusstudien des Forums Energiespeicher Schweiz schaffen Wissen zu besonders relevanten, aber wenig beachteten Aspekten der Energiespeicherung und ebnen damit den Weg zum Big Picture. Folgende Forschungsstudien wurden erarbeitet und können nachfolgend heruntergeladen werden.

Fokusstudie «Batteriespeicher in Verteilnetzen» 

Dr. Alexander Fuchs (Forschungsstelle Energienetze, ETH Zürich)
Dr. David Parra (Institute for Environmental Sciences, University of Geneva)

Ein wichtiger Teil der Energiewende ist die dezentrale Produktion erneuerbaren Stroms in der Schweiz. Im Vordergrund stehen dabei die Photovoltaik und zum Teil auch die Windenergie. Die Kombination mit der bestehenden Wasserkraft, die heute 60 % des Landesbedarfs abdeckt und zusätzlich nutzen wir die Möglichkeiten der Stromeffizienz – das ist der neue Strommix der Schweiz. Die Meinungen und die Erfahrungen über den Einsatz von Batteriespeichern als Kurzzeitspeichermöglichkeit sind jedoch noch nicht gefestigt. Wir sind mit einer Vielzahl von Fragen und Herausforderungen konfrontiert:

  • Sind Batteriespeicher, die laufend kostengünstiger werden, eine Alternative oder eine Ergänzung zu den vorhandenen Pumpspeicherkraftwerken, um die ungleichmässige Stromproduktion der Photovoltaik auszugleichen?
  • Wer ist der Investor und Betreiber der Batteriespeicher?
  • Ist es vorteilhaft, dass Quartier-Elektrobatteriespeicher durch den lokalen Verteilnetzbetreiber (VNB) erstellt und betrieben werden?
  • Wie ist das Zusammenspiel der Batteriespeicher mit den übrigen lokalen Massnahmen zur Lastverschiebung des Strombedarfs weg von der Nacht in den Tagesbetrieb?
  • Wie verbessern sich die technischen Eigenschaften von Batteriespeichern?
  • Und viele mehr...

Um Antworten auf diese Fragen zu finden hat das Forum Energiespeicher Schweiz FESS eine Fokusstudie „Batteriespeicher im Verteilnetz“ in Auftrag gegeben. Die beauftragten Wissenschaftler der ETH Zürich und der Universität Genf haben in einer sorgfältigen Auslegeordnung die technischen, ökonomischen und funktionellen Auswirkungen der verschiedenen Anwendungsfälle dargestellt und diskutiert.

Fokusstudie «Saisonale Flexibilisierung einer nachhaltigen Energieversorgung der Schweiz»

Markus Friedl (HSR Hochschule für Technik Rapperswil, IET Institut für Energietechnik)
Tom Kober (Paul Scherrer Institut, Labor für Energiesystem-Analysen, Villigen)
Kannan Ramachandran (Paul Scherrer Institut, Labor für Energiesystem-Analysen, Villigen)
Jonas Mühlethaler (Swissgrid, Aarau)

Das Schweizer Stimmvolk hat entschieden, in Zukunft auf die Kernenergie zu verzichten und im Gegenzug vermehrt die Solar- und Wind-Produktion auszubauen. Das führt zu einer Stromproduktion, die zunehmend kurzfristig mit dem Wetter und saisonal mit den Jahreszeiten variiert. Gerade die Befürchtung, den Energiebedarf ohne Kernkraft über das ganze Jahr hinweg nicht decken zu können, wird oft als „Killerargument“ gegen die Energiewende vorgebracht.

Das Forum Energiespeicher Schweiz hat dafür die Fokusstudie „Saisonale Flexibilisierung einer nachhaltigen Energieversorgung der Schweiz“ in Auftrag gegeben. Sie geht auf die folgenden Forschungsfragen ein:

  • Wie kann die saisonale Differenz zwischen Produktion und Nachfrage von Energie unter Einhaltung der gesteckten Ziele reduziert werden?
  • Welche Optionen der Energiespeicherung und der Flexibilisierung zum saisonalen Ausgleich von Energieangebot und -nachfrage stehen zur Verfügung?
  • Was ist die zukünftige Rolle von saisonalen Speichertechnologien im Elektrizitätsnetz und in der Energieversorgung?

Die Studie dient als Auslegeordnung bzw. Diskussionsbasis für eine geordnete (politische) Lösungsfindung in diesem komplexen Themenfeld

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